NAFAVI (Namibia)

NAFAVI (Namibian Family Village) ist eine Nicht-Regierungsorganisation und hat sich zur Aufgabe gemacht, junge, bedürftige und vernachlässigte Kinder und somit auch deren Familien bestmöglich zu unterstützen und deren Lebensverhältnisse verbessern will. Geleitet und aufgebaut wird dieses Projekt von Eva Rachel Neels (Lehrerin, Projektmanagerin, jahrelange Tätigkeit im Frauenministerium Namibias). Sie lebt mit ihrem Mann Brown nicht weit vom Heim auf der Farm „Orab-Nord“ südlich von Mariental. Oft verbringt sie jedoch 24 Stunden im Heim. Unterstützung erhalten sie von ehrenamtlichen Helferinnen aus der Familie und aus dem Bekanntenkreis oder auch aus der örtlichen Schule.

10979207_808586395845686_907897046_nDas Projekt läuft vor allem im NAFAVI Kinderheim in Mariental, Namibia ab. Dort leben ca. 20 Jungen und Mädchen im Alter von zwei bis 19 Jahren. Sie alle sind dort aus unterschiedlichsten Gründen. Oft tragen sie bereits ein schweres Schicksal mit sich, welches häufig auf die familiären Bedingungen zurückzuführen ist.

Namibia ist konfrontiert mit großen Problemen wie Arbeitslosigkeit, Armut und HIV/AIDS. Die Auswirkungen davon sind häufig zerrüttete Familienverhältnisse (alkoholkranke Väter und Mütter, in Haft sitzende Elternteile etc.), eine wachsende Zahl von Straßenkindern und Waisen, Alkohol und Drogenmissbrauch sowie eine Zunahme sexualisierter Gewalt.

Das NAFAVI Children’s Home bietet den Kindern ein sicheres Zuhause, in welchem sie keine Furcht haben, wenn sie sich nachts schlafen legen. Sie dürfen und sollen regelmäßig in die Schule gehen und werden so gut wie möglich auch im Home unterstützt. Oft haben die Kinder hier auf Grund ihrer Geschichte größere Lernschwierigkeiten und benötigen deutlich mehr Zeit und Mühe als ihre Altersgenossen. Auch die medizinische Versorgung ist für die Heimkinder gewährleitet und auch die täglichen Mahlzeiten werden plötzlich selbstverständliche. Für die Kinder ist das aus westlicher Sicht ärmliche Heim oft paradiesisch im Vergleich zu dem Ort woher sie stammen. Das größte Ziel der NAFAVI Mitarbeitet ist es den Kindern am Ende ihrer Kindheit einen guten und gelungenen Start in das Erwachsenenalter, also auch in die Selbständigkeit zu ermöglichen und sie darauf vorzubereiten ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen.

Neben dem Heim gibt es auch das Suppenküchen-Projekt, welches in den Slums um Mariental ca. 180 Kinder unter fünf Jahren versorgt. Die Kindersterblichkeit lag dort extrem hoch und das NAFAVI-Team hat beschlossen, dies durch eine regelmäßige warme Nahrung und parallel dazu einfache Hygieneerziehung zu verringern. Je nach Spendenkasse kochen die Heimkinder und Brown, der Mann der Projektleitung Eva, eine warme und möglichst reichhaltige Mahlzeit, welche dann an zwei ausgewählten Orten in den Slum-Vierteln verteilt werden. Hierbei dürfen die Kleinen in einem geschützten Bereich essen, da die Vergangenheit zeigte, dass der Stärkste und nicht der Bedürftigste über den Besitz des Essens entscheidet. Also, dass den Kleinkindern das Essen oft entzogen worden ist.

Jedes Jahr zu Weihnachten veranstaltet NAFAVI eine große Weihnachtsfeier, bei der jedes bedürftige Kind mit einer warmen Mahlzeit, einem kleinen Geschenk und im besten Fall etwas Kleidung beschenkt wird. Der Weihnachtsmann höchstpersönlich darf diese übereichen. Auch die Kinderabteilung der örtlichen Klinik und die Farmkinder außerhalb Namibias werden dabei bedacht.

In den langen Ferien in Namibia versuchen Eva und Brown jedes Jahr ein Feriencamp auf ihrer Farm zum Leben zu erwecken. Da die Ferien für viele der Kinder bedeuten können, dass keine regelmäßigen Mahlzeiten und weniger Sicherheit durch die Schule gewährleitet werden kann. Die Camps sollen Spaß machen, aber die Kinder auch zum Lernen und Leben anregen. Gegebenenfalls wird auch versucht Einzelfälle in Hostels (Internatartige Unterkünfte für Schulkinder) unterzubringen.

Das NAFAVI-Heim dabei jedoch immer das Herz des Projekts, welches ausschließlich mit Geldern aus Deutschland versorgt wird. Primär dafür zuständig ist der Freundeskreis NAFAVI Deutschland e.V. in Essen, geleitet von Giselheid Bahrenberg, 1. Vorsitzende und gute Freundin von Eva Rachel Neels. Jede Unterstützung wird gebraucht und jeder Euro kann bereits etwas verändern. Umgerechnet 3 Euro am Tag versorgen ein Kind vollständig (Unterkunft, Kleidung, Verpflegung, Schulgeld, Schuluniform, ärztliche Versorgung).

Vielen Dank, dass sie sich etwas Zeit genommen haben um diesen Text zu lesen und sich dadurch ein bisschen mit den „NAFAVI-Angels“ (den Heimkindern) zu beschäftigen. Wenn Sie jetzt das Gefühl haben, das Projekt gerne unterstützen zu wollen, freuen wir uns über Ihre Spende. Wenn Sie regelmäßig mit Infos und internen Inhalten versorgt werden möchten, haben Sie auch die Option ein „Freundeskreis Mitglied“ zu werden oder über human aid Kontakt zu den örtlichen Hauptverantwortlichen zu knüpfen.

Projektgruppe:

Von links nach rechts: Sofie, Sandra, Anika, Franziska

Von links nach rechts: Sofie, Sandra, Annika, Franziska

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